Zur Sache, Mädels

Autorin: Ina Kloppmann

Genre: Krimi 2. Teil der Short Story to go

Verlag: BoD – Books on Demand

Format: Taschenbuch

Seiten: 80

ISBN-10 : 3749485127

Mein Name ist Suzan, ich bin fünfunddreißig Jahre alt, Single und alleinerziehende Mutter einer achtzehnjährigen Tochter. Um unsere Urlaubskasse aufzufüllen, veranstalte ich am Wochenende Toy-Partys für Frauen. Ähnlich wie bei einer Tupper-Party, lädt die jeweilige Gastgeberin ihre Freundinnen zu sich nach Hause ein. Damit jetzt keine Missverständnisse entstehen, es handelt sich dabei nicht um ausschweifende Sex-Orgien! Das hatte wohl meine Mutter vermutet, jedenfalls schlug sie entsetzt die Hände über dem Kopf zusammen, als sie davon erfuhr. Sie befürchtete, dass ich in die Pornoszene abgerutscht sei. Erst als ich ihr glaubhaft vermitteln konnte, dass die Präsentation und der Verkauf von erotischem Spielzeug, Badesalze, Lotion und Dessous nichts Anstößiges an sich habe, beruhigte sie sich wieder und ließ sich sogar die Objekte der Lust von mir zeigen. Dass nach einer dieser Veranstaltungen mein ohnehin schon turbulentes Leben völlig aus den Fugen geraten würde, war für keine der Beteiligten vorhersehbar gewesen. Nach einem dieser Abende traf ich in dem Wartehäuschen an einer Bushaltestelle auf Gregor. Meine Tochter Nina sollte mich von dort mit unserem Wagen abholen. Ich geriet mal wieder in eine peinliche Situation, die durch ein Missverständnis entstanden war. Gregor war ein cooler Typ, ich fühlte mich gleich zu ihm hingezogen. Anscheinend beruhte es auf Gegenseitigkeit, denn bevor wir uns trennten, schrieb er mir seine Telefonnummer auf die Innenseite meiner Handfläche. Beim Duschen hatte ich nicht mehr daran gedacht, die Nummer war nicht mehr zu entziffern. Ich hätte mir am liebsten selbst in den Allerwertesten gebissen. Zeit, weiter darüber nachzudenken blieb mir nicht, denn irgendjemand verbreitete auf Facebook sexistische und beleidigende Kommentare über mich. Meine Freundinnen halfen mir dabei, herauszufinden, wem ich mir und warum zum Feind gemacht hatte. Wie gefährlich diese Person war, sollten wir bald erfahren.

Fazit:❤❤❤❤❤

Man konnte sich gut in Suzan reinversetzen, wie sie im Netz von Fremden für ihren Nebenjob angefeindet wird. Sie macht ja nichts verbotenes und das einige mit ihren Accessoires, die sie verkaufen möchte, nicht umgehen können, ist ja nicht ihr Problem. Auch ihre Freundinnen nehmen sie so chaoshaft wie sie ist und haben dadurch an so manchen Abend viel zu lachen. Wenn Suzan von ihren Partys berichtet.

Dieser Krimi ist sogar an einigen Stellen sehr humorvoll geschrieben worden. Es war in meinen Augen nicht der klassische Krimi mit Mord und Totschlag. Ein wenig krimelle Energien sind bei den Protagonisten schon vorhanden. Die Autorin hat wieder mit wenig Worten einen schönen Krimi erschaffen.

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